Fotografie / Prof. Judith Samen

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Die künstlerische Lehre in der Fotoklasse zielt darauf ab, Studierende mit den künstlerischen Potentialen des Mediums Fotografie vertraut zu machen. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, individuelle künstlerische Fragestellungen zu entwickeln und diese praktisch zu verwirklichen, damit sie sich so auf den Weg einer eigenen Formfindung begeben können.
Hierbei soll Fotografie aus einer künstlerischen Haltung heraus genutzt werden. Das heißt, weniger an einer nachahmenden Abbildung von Welt interessiert zu sein als vielmehr am Entwurf von Gegenwelten, und als Forschung an einer eigenen bildnerisch-fotografischen Umgehensweise und Form.
Damit geht eine Sensibilisierung und Schulung der Wahrnehmung einher, Bildkonventionen sollen erkannt, hinterfragt und u.U. für eigene Zwecke umgenutzt oder durch eigene Ideen ersetzt werden können.
Das Ansetzen der Lehre an den individuellen Zugangsweisen der künstlerisch begabten Studentinnen und Studenten erlaubt Heterogenität in den einzelnen Studienbiografien und damit unterschiedliche Ergebnisse in den Erscheinungsformen künstlerischer Arbeit, die medial nicht gebunden sein müssen. Das bedeutet, dass je nach Studieninteresse die Arbeit mit Fotografie erweitert werden kann zu anderen künstlerischen Bereichen wie z.B. Installation, Video, Malerei, so dass echte bildhafte Erfindungen möglich sind.
Das Erproben der eigenen, Form gewordenen Ideen und entstehenden Arbeiten wird im ständigen Austausch mit der Klasse begleitet, reflektiert und präzisiert. Das Zeigen und das Gespräch bilden die hauptsächlichen Lehrformen.