Ausstellungsraum Apotheke
Parastou Forouhar, Schriftraum
Ausstellungsraum Apotheke
Mona Leiß, Lukas Gartiser und Martina Lang, Verortungen
Ausstellungsraum Apotheke
Naehoon Huh und Eunhyung M. Lee, Hikikomori
Ausstellungsraum Apotheke
Sierra Diamond, WHERE WE WERE / WHERE I AM
Ausstellungsraum Apotheke
Mario Hergueta, F 4 Fake
Ausstellungsraum Apotheke
Vicky Stratidou, Rainbow Warriors
Ausstellungsraum Apotheke
Shannon Bool, Entrata reale

Ausstellungsraum Apotheke

Die Apotheke ist das neue innerstädtische Schaufenster der Kunsthochschule Mainz: eine 90 qm große Vitrine, nur von der Straße einsehbar – Herausforderung für die Künstler, Attraktion für die Passanten; eine künstlerische Bühne, auf der sich Professoren, Studierende, Alumni oder auch Gäste der Kunsthochschule Mainz präsentieren können. Die apotheke ist das neue innerstädtische Schaufenster der Kunsthochschule Mainz: eine 90 qm große Vitrine, nur von der Straße einsehbar – Herausforderung für die Künstler, Attraktion für die Passanten; eine künstlerische Bühne, auf der sich Professoren, Studierende, Alumni oder auch Gäste der Kunsthochschule Mainz präsentieren können.

Parastou Forouhar, Schriftraum

  • 31.10.2018 – 30.11.2018
  • Die international renommierte iranische Künstlerin Parastou Forouhar wird vom kommenden Jahr an im Rahmen des Gutenberg Forschungskollegs (GFK) eine Klasse für Freie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Mainz leiten. Im Vorfeld ihrer fünfjährigen Zeitprofessur wurde sie dazu eingeladen, im Ausstellungsraum apotheke einen ihrer Schrifträume zu realisieren, die im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit stehen.Parastou Forouhar wurde 1962 in Teheran geboren, wo sie auch ein Kunststudium an der Universität absolvierte. Seit 1991 in Deutschland lebend, setzte sie ihr Aufbaustudium an der Hochschule für Gestaltung Offenbach fort. Zu ihren zahlreichen Förderungen und Auszeichnungen zählt u. a. auch das Aufenthaltsstipendium im rheinland-pfälzischen Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems 2004. Forouhars künstlerisches Schaffen steht in untrennbarer Verbindung mit dem Trauma der Ermordung ihrer Eltern durch den iranischen Geheimdienst 1998. Dem eigenen Risiko politischer Verfolgung als Dissidentin ausgesetzt, hält sie mit künstlerischen und politischen Mitteln Erinnerung, Trauer und Verzweiflung dieses Geschehens wach, prangert es öffentlich an und konfrontiert das iranische Regime beharrlich damit. In Fotografien, Medienarbeiten sowie durch Schrift und Ornament geprägten Rauminstallationen – wie dem nun in Mainz realisierten Schriftraum – hat die Künstlerin ein eindrucksvolles Werk entwickelt: vielschichtig, unter Einsatz unterschiedlichster Stilmittel, auf der Suche nach Chiffren widerständigen künstlerisch-politischen Handelns und den Möglichkeiten eines transkulturellen Umgangs mit orientalisch wie abendländisch tradierten Formensprachen.
  • Wir laden Sie am Mittwoch, den 31.10.2018 um 19 Uhr herzlich in die apotheke ein.
  • Es sprechen
    Prof. Dr. Georg Krausch
    Präsident der Johannes Gutenberg-UniversitätProf. Dr. Konrad Wolf
    Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und KulturDr. Martin Henatsch
    Rektor der Kunsthochschule Mainz
  • Künstlergespräche
    07.11.2018 um 19 Uhr
    Parastou Forouhar und Dr. Martin Henatsch
  • Ausstellungsdauer
    31.10. – 30.11.2018
  • Ort
    apotheke Ausstellungsraum der Kunsthochschule Mainz
    Umbach 8
    Ecke Große Bleiche
    55116 Mainz

Mona Leiß, Lukas Gartiser und Martina Lang, Verortungen

  • 05.09.2018 – 30.09.2018
  • Ausstellung im externen Ausstellungsraum der Kunsthochschule Mainz mit Arbeiten von: Mona Leiß, Lukas Gartiser und Martina Lang
    Im Raum werden wir, aus diesem Ort heraus handeln wir, in seiner Erscheinung reagieren wir gemeinsam und wirken aufeinander. Aus den Gegebenheiten des Raumes werden Formen und Situationen aufgegriffen. Zeichnung, Skulptur, Konzept entwickeln sich im wechselseitigen Bezug von Mensch und Raum zu einer Ausstellung. Mona Leiss, Martina Lang und Lukas Gartiser sind Studierende der Bildhauerklasse Martin Schwenk und setzen sich in unterschiedlichen Materialien mit ihrer wahrgenommenen Umgebung auseinander.

Naehoon Huh und Eunhyung M. Lee, Hikikomori

  • 13.06.2018 – 15.07.2018
  • Hikikomori („sich wegschließen“) ist ein Begriff aus der japanischen Verhaltenspsychologie. Er beschreibt das zunächst in Japan beobachtete und sich im asiatischen Raum ausbreitende Phänomen, dass sich Heranwachsende wochenlang in ihrer Wohnung einschließen und den Kontakt mit ihrer Familie und zur Gesellschaft auf ein Minimum reduzieren. Die Häufung dieses Phänomens selbstgewählter Isolation und sozialer Entfremdung steht auch mit wachsender Internetabhängigkeit in Verbindung. Das koreanische Künstlerpaar Naehoon Huh und Naehoon Huh greift mit Performance und einer interaktiven Installation die Soziophobie der Hikikomori auf und gibt dieser eine künstlerische Form. Aus einer im Ausstellungsraum befindlichen Kammer, einem mobilem Wohncontainer, der eine unsichtbare Person beherbergt, werden deren Aktivitäten durch Monitore und Computergeräte indirekt nach außen übertragen. Die Besucher werden in die Lage versetzt, den Beschäftigungen seines Bewohners über Bildschirme zu folgen und mit ihm über Tastatur zu kommunizieren.

Sierra Diamond, WHERE WE WERE / WHERE I AM

  • 02.05.2018 – 27.05.2018
  • WHERE WE WERE / WHERE I AM untersucht Erinnerungen und die Beziehungen zwischen Männern und Frauen durch die Verwendung von Sprache und Handlung in zwei gleichzeitigen Performances. Durch die Nutzung von mehreren Räumen in der apotheke wird die Zeit manipuliert, um die impliziten Machtdynamiken zwischen Partnern während und nach dem Ende einer Beziehung zu zeigen. Sierra Diamond ist eine amerikanische Gaststudentin an der California State University in Chico. Sie studiert in der Medienkunstklasse an der Kunsthochschule Mainz.
    WHERE WE WERE / WHERE I AM explores memory and male-female relationship dynamics through the language and action of two simultaneous performances. Through use of multiple rooms in the apotheke, time is manipulated to show the complex power implicit between partners during and after a relationship. Sierra Diamond is an American exchange student from California State University, Chico studying in the Medienkunst class at Kunsthochschule Mainz.

Mario Hergueta, F 4 FAKE

  • 07.02.2018 – 25.03.2018
  • F 4 FAKE geht von der Idee eines scheinbaren Galerieraums aus. Durch Einbringung verschiedener Objekte und Präsentationsarchitekturen wird das ehemalige Funktionsgebäude Apotheke nun als Kunstort in mehrfacher Weise neu aktualisiert. Die Projektion von virtuellen Ausstellungen und ihre Lokalisierung in bestimmten Situationen markiert den Spannungsbogen. Dokumentation, Fiktion/Imagination und sichtbare Realität bilden den Rahmen, in dem sich wechselseitige Beziehungen herstellen lassen, aber auch Widersprüche auftun. Die Glaubhaftigkeit der Realität, die Befragung des Sichtbaren, der Wahrnehmung von Kunst, Authentizität und Reproduktion sind Themen, die in F 4 FAKE anklingen.

Vicky Stratidou, Rainbow Warriors

  • 13.1217-14.12.18
    (ganztägig einsehbar, mit Projektionen nur in den Abendstunden)
  • In der “apotheke”, dem neuen externen Ausstellungsraum der Kunsthochschule präsentieren Kunststudentin Vicky Stratidou, Tänzerin Amy Josh und Tänzer Zachary Chant aus dem tanzmainz-Ensemble des Mainzer Staatstheaters ab 13. Dezember ihre gemeinsame Performance-Videoinstallation. Die leerstehende Apotheke befindet sich in der Umbach 8, Ecke große Bleiche. Der Raum ist als Schaufenster konzipiert, die Ausstellungen können im Vorübergehen gesichtet werden. Nur an ausgewählten Terminen wird er zugänglich gemacht, so auch am 13. Dezember, um 19 Uhr, zur Eröffnung der Ausstellung. In der Videoinstallation „Rainbow Warriors“ wird die „apotheke“, wie wörtlich aus dem Griechischen übersetzt, zur Abstellkammer. Hier fungieren abgedeckte Möbelstücke als Projektionsflächen und schaffen ein bühnenbildartiges Szenario, welches stadt- und weltpolitische, sowie philosophische Themen aufgreift und sie zugleich in Absurditäten und Wohlgefallen auflöst. Akteure und Helden des Dauerstücks sind nicht zuletzt in sisyphischer Wiederholung vertiefte Gorillas, die in drapierten Bildschirmen andauernden Beschäftigungen nachgehen. Amy Josh und Zachary Chant vervollständigen in dem Sinne zum Eröffnungsabend die Installation von Vicky Stratidou performativ-tänzerisch. Die Performance wird am 10. Januar 2018 um 19 Uhr wiederholt. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.

Shannon Bool: Entrata reale

  • 25.10.-29.11.2017
  • Den Anfang der Ausstellungsreihe in der apotheke macht die jüngste Professorin der Kunsthochschule, Shannon Bool. Geboren 1972 in Kanada, lehrt die international renommierte und agierende Künstlerin seit 2017 an der Kunsthochschule Mainz. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Auseinandersetzung mit exemplarischen, oftmals weniger beachteten Bildkulturen. Ornamente spielen in ihrem Werk eine grundlegende Rolle; Formenwelten, die aufgrund ihrer Abstraktheit zu immer neuen symbolische Aufladungen, zu inhaltlichen, ja sogar politischen Aneignungen herausfordern.So bezieht sich der Titel ihres Ausstellungsprojektes Entrata Reale (Königlicher Auftritt) auf einen der berühmtesten und zugleich wertvollsten Mamluk-Teppiche, den aus Kairo stammenden Medici Mamluk im Palazzo Pitti in Florenz (1088 x409 cm). Mamluk-Teppiche bildeten schon in der Renaissance-Malerei prominente Bild-Motive. Welche Bedeutung haben ihre geheimnisvollen Ornamente, Architekturanspielungen, Symbolandeutungen? Und wie werden sie heute gelesen, in einer Zeit, in der die islamische Kultur aufgrund machtpolitischer Konflikte wieder ganz besonders in den Fokus öffentlicher Auseinandersetzung geraten ist?

Adresse

  • Apotheke
    Ausstellungsraum der Kunsthochschule Mainz
    Umbach 8
    55116 Mainz